Scouts im Rahmen des BLK-Modellversuchs "Demokratie lernen und leben"

Zum Projektrahmen

Das Scout-Projekt der Schule hat einen unmittelbaren Bezug zum BLK-Modellversuch „Demokratie lernen und leben“/ Verantwortung übernehmen für sich und andere“ (2003-2007) an dem sich die Integrierte Stadtteilschule In den Sandwehen mit den folgenden Schwerpunkten beteiligt hat.

• Entwicklung einer demokratischen Schulkultur (1) und

• Entwicklung einer demokratischen Handlungskompetenz (2) der Schülerinnen und Schüler.

Die Projektteilnehmer beziehen sich damit auch auf das Schulprogramm und die Hausordnung von 2003, in der sich die Gremien der Schule ausdrücklich auf die Mitwirkung und Mitverantwortung aller Handlungsträger in der Schule beziehen und somit auch die Schülerinnen und Schüler meinen.

Neben der Aktivierung des Schülerbeirats geht es hier darum, Wege zu finden, Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung des Schullebens einzubeziehen, vor allem auch unter dem Gesichtspunkt der Mitverantwortung.

Die Projektteilnehmer haben dabei an zwei Ebenen gedacht:

• Auf der organisatorischen Ebene sind Strukturen zu schaffen, die nach außen sichtbar sind.

• Auf der individuellen Ebene wird demokratische Handlungskompetenz zu entwickeln sein, d.h. eine Unterstützung der Identitätsbildung, die Entwicklung von Toleranz sowie Maßstäbe zum Umgang miteinander und zu Formen sachgerechter Konfliktbewältigung.

Zum Handlungsrahmen der Scouts

Organisatorische Ebene:

Die Scouts haben sich als Gruppe organisiert, die einen festen Einsatzplan hat und als solche mit ihren auffälligen Westen im Gebäude und auf dem Schulhof deutlich sichtbar ist. Die Schlüsselausgabe, die Ausgabe der Westen zu den Pausen, die Kontrolle der Anwesenheit, Vertretungen u.a. werden selbstständig organisiert.

Individuelle/ pädagogische Ebene:

Mit den Scouts ist abgesprochen, dass sie „Hingucker“ in den Pausen sind. Sie unterstützen die Aufsichten, indem sie Klassenräume auf- und zuschließen. Sie beobachten die Klassen, die während der Pausen im Gebäude bleiben dürfen. Bei Konflikten greifen sie nicht ein, sondern holen sich ggf. bei den entsprechenden Lehrkräften Hilfe oder informieren. Das Rollenverhalten zur Bewältigung dieser Aufgaben lernen sie im Handlungsvollzug, d.h. es gibt keine Kurse, weil es keine Vorbilder gibt. Selbstkontrolle und Fremdkontrolle sind die Instrumente, die zur demokratischen Handlungskompetenz führen sollen.


Scouts in Zahlen

Seit wann gibt es die Scouts?

  • Das Scout-Projekt ist im Rahmen des Projekts „Demokratie lernen und leben entstanden und besteht seit 2004.

Wie viele Scouts gibt es?

  • Es gibt zur Zeit ca. 25 Scouts (Mädchen und Jungen der Klassen 7 bis 9).

Wie organisieren sich die Scouts?

  • Die Scouts verwalten sich weitgehend selbst. Sie erstellen einen eigenen Dienstplan auf einem Rechner, der ihnen von der Schule zur Verfügung gestellt wurde. Sie haben einen eigenen Raum in der Schule mit Arbeitsplatz und Besprechungsplatz. Drei Schüler aus der Gruppe übernehmen die Verwaltungsaufgaben.

Wie sind die Scouts im Schulleben vernetzt?

  • Die Scouts kooperieren mit den Streitschlichtern. Sie haben die Aufgaben, die Aufsichten der Lehrkräfte zu unterstützen, indem sie auch die Klassenräume in den Pausen auf- und zuschließen.
  • Die Scouts werden im Rahmen von LionsQuest ausgebildet, damit sie auch in der Lage sind, Konflikte zu vermeiden.
  • Der Schülerbeirat hat einen „Ausschuss Roter Pfeil“ organisiert, der einigen Klassen auf Antrag ermöglicht, während der Pausen unter selbst definierten Bedingungen im Gebäude zu verbleiben. Dies kontrollieren die Scouts.

Wer ist der Ansprechpartner im Kollegium?

  • Bei Schwierigkeiten nehmen die Scouts Kontakt auf mit: Herrn Jürgen Meierkord, Jahrgangsleiter 8 – 10,  Mitglied der Schulleitung.

Oberschule In den Sandwehen | Neuenkirchener Weg 119-121 | 28779 Bremen