Bereits zum vierten Mal wurde die Oberschule In den Sandwehen inzwischen mit dem Siegel für vorbildliche Berufsorientierung ausgezeichnet. Nach 2006, 2009 und 2012 konnten Repräsentanten der Schule erneut die Auszeichnung entgegennehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Integrierte Stadtteilschule In den Sandwehen zum zweiten Mal mit dem Bremer Qualitätssiegel ausgezeichnet

Die Integrierte Stadteilschule In den Sandwehen darf sich für weitere drei Jahre (2009 – 2011) als „Schule mit vorbildlicher Beruforientierung“ bezeichnen. Bei der gestrigen Siegerfeier in der Handelskammer Bremen verlieh die Senatorin für Bildung und Wissenschaft Renate Jürgens-Pieper die begehrte Auszeichnung an 15 Bremer Schulen, die von externen Juroren rezertifiziert worden waren und das Prüfungsverfahren erfolgreich bestanden hatten. Eine Sandwehen-Delegation bestehend aus Schüler/innen, Elternvertretern, Lehrkräften und Mitgliedern der Schulleitung nahm erfreut die Urkunde und das Siegel-Schild entgegen, das in der Einganghalle der Schule die bisherige Auszeichnung (2006 – 2008) ersetzen wird.

 

Eine Jury mit Fachleuten aus Industrie, Handel, Handwerk, der Universität, Vertretern des Bildungsressorts, von Schulen und Eltern vergab das Zertifikat an Schulen für deren vorbildliche Art und Weise, ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten und ihnen den Übergang ins Arbeits- und Berufsleben zu erleichtern. Dabei zählte nicht nur die schriftliche Bewerbung. Die Juroren besuchten vor allem die Schulen vor Ort. Es fanden getrennte Gespräche jeweils mit Schülern, Eltern und Lehrkräften bzw. Schulleitungen statt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen.

Für die Sandwehen bedeutet die erneute Verleihung des Qualitätssiegels eine Anerkennung ihrer bisherigen schulprogrammatischen und unterrichtspraktischen Arbeit. „Berufsorientierung“ ist eine der Leitideen des Schulprogramms und fließt in den Unterricht in allen Jahrgängen ein.

Mit den Themen „Traumberufe“ oder „Leben und Arbeiten in der „Familie“ beschäftigen sich bereits die 5. und 6. Klassen. Erste Einblicke in „Betriebe und Berufe im Stadtteil“ erhalten die 7. und 8. In einem dreiwöchigen Orientierungspraktikum können die 9. Klassen ihre Betriebserfahrungen vertiefen. Das Berufsinformationszentrum hilft dabei, einen „Praktikumsberuf“ auszuwählen. Mittels einer Datenbank, die von Schüler/innen der Sandwehen erstellt und ständig aktualisiert wird, finden sie einen passenden Betrieb, nehmen selbstständig Kontakt auf und vereinbaren ein Praktikum. In der 10. Klasse rückt die Entscheidung für einen Beruf oder eine weiterführende Schule näher. Im dreiwöchigen Berufspraktikum können die Schülerinnen und Schüler einen Beruf ihrer Wahl „ausprobieren“,  feststellen, ob Berufsbild und betrieblicher Einsatz übereinstimmen und ob sie sich den beruflichen Anforderungen gewachsen fühlen. Dazu gehört natürlich auch das Bewerbungsverfahren mit einer richtigen Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch.

Berufsinformationsangebote wie der Besuch von Messen, Unterrichtsbesuche von Experten, der Girl’s Day oder der Besuch der BOB (Berufsorientierungsbörse) sind ebenso Bestandteil der Berufsvorbereitung an den Sandwehen wie Projektwochen zu den Themen „Wir gründen eine Textilfirma“, „Auslandsbetrieb - Ich bewerbe mich“ oder „Schule zu Ende – Lebensplanung“.

Seit Beginn dieses Jahres beteiligen sich fünf 9. Klassen am Schulprojekt „JobFit“, das vom  Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) an der Universität Bremen entwickelt wurde, um Schülern Schlüsselkompetenzen für ihre berufliche Zukunft zu vermitteln. Im April lädt das E.ON Kraftwerk Farge 30 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Sandwehen zu einem „Tag der Ausbildung“ ein.

Jürgen Roggemann, Vizepräses der Handelskammer Bremen betonte bei der gestrigen Veranstaltung: „Das Bremer Qualitätssiegel sorgt für eine Sicherung der Standards der Berufsvorbereitung in Bremer Schulen.“

Das Qualitätssiegel wird getragen durch eine Gemeinschaftsinitiative, in der die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, die Handelskammer Bremen, die Handwerkskammer Bremen, ArcelorMittal Bremen GmbH, das Landesinstitut für Schule (LIS), die Bremer Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremerhaven, das Schulamt Bremerhaven und das Lehrerfortbildungsinstitut (LFI) Bremerhaven, das Institut für arbeitsorientierte Allgemeinbildung und das Institut für Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen, die Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V., AWO Bremen, DGB Bremerhaven, Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde, GEWOBA Stiftung, Zentralelternbeirat, Airbus Deutschland GmbH Bremen, Getoq Consulting und Holzhandlung Ehlers zusammenwirken. Die Gemeinschaftsinitiative wird von der Bertelsmann Stiftung unterstützt. 

 

Weiter

Oberschule In den Sandwehen | Neuenkirchener Weg 119-121 | 28779 Bremen